Es ist spät, zirka 23:00 Uhr des 31. Juli 2011. Die Ebreichsdofer Strassen sind menschenleer und man kann nur das nächtliche zirben der Grillen im lauen Wind hören. Da! Einsam zieht ein Kleinbus seinen Weg durch die Gassen. Um solche Zeiten noch eine Lieferung? Oder ist es der Kleinbus der des Nächtens die Montags-Zeitungen verteilt? Oder gar eine Bande auf Diebeszug? Wer weiss?
Der Bus bahnt sich seinen Weg in den Gildeweg. Weitere Gestalten erwarten diesen im nächtlichen Schatten! Aus dem Pfadfinderheim werden Kisten, Gegenstände, Zelte und vieles mehr in den Kleinbus gepackt! Es es wahrlich doch ein Raubzug? Wer weiss?
Bevor die Gestalten alle im Bus verschwinden kann man aus sicherer Entfernung noch vernehmen, dass diese Aktion schon seit mehreren Monaten geplant wird und jeder einen wichtigen Teil dazu beizutragen hat. Desweitern hört man das sich ähnliche Szenen im entfernten Salzburg abspielen werden. Handelt es sich um eine Verbrechensserie über mehrere Bundesländer?
Die Türen des Kleinbuses schließen sich und der Kleinbus verlässt den Gildenweg in Richtung Baden. Als die roten Rücklichter am Ende der Strasse verschwunden sind, wurde es wieder ruhig auf Ebreichsdorfs Strassen!
Aber gegen 4Uhr in der Früh gab es einen lauten Knall in Villach, denn die Rotten von Salzburg 9 und Hieronymus Beck versammelten sich, um das geheimnisvolle Treiben in den Süden auszuweiten. Nächster Stopp war Korsika.
Nach rund 1222km im Auto und über 12 Stunden Fahrzeit kamen die 15 mutigen Reisenden in Corte an, wo sie den Naturcamping-Platz bezogen. Nach einer ruhigen Nacht wurde schon das erste Highlight am Horizont sichtbar: Corte's Zitadelle - Scherz! Canyoning und die Wanderung im Restonicatal.
Nach diesen beiden sportlichen Tagen wurden die Busse wieder bepackt und die Reise ging in Richtung Ajaccio ans Meer. Die Zelte wurden auf einem Campingplatz mit Meerzugang aufgeschlagen und davor stärkten wir uns mit Baguette. Doch neben den entspannten Stunden am Strand auch Kultur der Insel bewundert. Ein Besuch im 'Musée de la Maison Bonaparte' durfte in Ajaccio nicht fehlen.
Die weitere Reiseroute führte uns über enge Bergstrassen bis nach Bonifacio, wo wir auch eine Tagestour zu den Lavezzi-Inseln inklusive Grottenfahrt am Programm stehen hatten. Sonnengebräunt und mit vielen unvergesslichen Erinnerungen ging es zum letzten Stopp nach Ghisonaccia, wo einige wagemutige Energiebündel in den Kletterpark verschwunden sind. Am letzten Abend wurde, dank Michi S., noch einmal toll aufgekocht bevor die lange Heimreise angetreten wurde.
Mit vielen unbeschreiblichen Erinnerungen, Erfahrungen und auch neuen Freundschaften im Rucksack gingen auch diese zwei Wochen viel zu schnell vorbei.